KAYAMA MATAZÔ - EIN VERTRETER DER NIHONGA SCHULE

Quellenangabe: Wikipedia

 

Am 24. September 1927 in Kyôto geboren und am 06. April 2004 verstorben - er ist mit eines der interessantesten Maler seiner Zeit. Vater und Großvater waren bereits Künstler, der eine entwarf das Design für die Uniformen der japanischen Armee in der Meiji- Zeit (1868 - 1912) und der Großvater war ebenso Maler, wie Kayama selbst.

1944 erlangte er seinen Abschluss an der Kunstschule in Kyôto im Fach Nihonga (japanischer Stil). 1946 setzte er sein Studium fort und ging dazu nach Tôkyô an die Tôkyô bijutsu gakkô. Dort vertiefte er seine Kenntnisse zum Nihonga- Stil. Sein Studium finanzierte er sich teilweise dadurch, dass er Entwürfe für Plakate schuf. 1949 schloss er sein Studium endgültig ab. Er stellte regelmäßig aus und erhielt zahlreiche Preise für seine Werke. 1978 schuf er für das Nationalmuseum für moderne Kunst das Wandgemälde "Schnee, Mond und Blumen". Dieses Thema griff er bereits 1969 auf, als er einen sechsteiligen Stellschirm schuf.

 

 

Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô

1966 wurde Matazô Kayama  Professor an der Kunsthochschule Tama bijutsu daigaku, im Jahr 1988 erhielt er der Professorenwürde an der Kunsthochschule von Tôkyô. 1997 wurde er als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten ausgezeichnet und erhielt ein Jahr vor seinem Tode den Japanischen Kulturorden.

Typisch für den Nihonga- Stil, der von dem amerikanischen Orientalisten Ernest Fenollosa und dem japanischen Kunsthistoriker Okakura Kakuzôo eingeführt wurde, ist die Arbeit mit einer tiefen japanischen Symbolik, die Arbeit mit Mineralfarben, wie Gold, Bronze und Silber sowie eine Anlehnung an westliche Malstile. Die Künstler dieser Schule verwendeten für die Farbe Blau z. B. feine Partikel von Azurit und für Rot Malachit. Für Erdtöne in den Bildern wurden Tonerden oder Kreide verwendet. Auch Insektenlarven wurden zerstoßen und bildeten z. B. ein kräftiges Rot. Grüntöne erhielten die Künstler aus Blättern und Rinden oder Pflanzensamen. Gemalt wurde auf Papier oder Seide. Beide Materialien schaffen die für den Nihonga- Stil so typische weiche Farbvermischung.

Kayama malte vor allem Bilder mit Naturdarstellungen, Menschen kommen in seinen Bildern nicht vor, dafür aber Wölfe und Krähen in großen Mengen. Einige seiner Bilder weisen einen eigenen Stil auf, das betrifft vor allem recht mystische, düstere Winterbilder mit Schwärmen von Krähen und tief verschneiten Wäldern.

Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô

Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô Für einen Onsen (Naturbad) in Tsugaru (Hotel Owani Onsen) schuf er z. B. ein wunderschönes Wandgemälde mit warmen, einladenden Farben.

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Hier finden wir die Symbolik des Frühlingsbeginns durch den dargestellten mit Kirschlüten übersehten Berg und den mit Ahornblättern übersehten Berg für den Herbst. In seinen Bildern taucht immer wieder der Mond in verschiedenen Phasen auf. Der Mond hat in Japan eine tiefgreifende Symbolik für Schönheit und Klarheit.

Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô         Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô   Bildergebnis für Bilder von Kayama Matazô

 

Außerdem schuf er zahlreiche Landschaftsbilder, die teilweise recht unwirtlich wirken, auf ihre Art den Betrachter in ihren Bann ziehen.

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