KATSUSHIKA HOKUSAI - BERÜHMTE HOLZSCHNITTE

Quellenangabe: Wikipedia

 

Katsushika Hokusai wurde im September des 10. Jahres der Horeki- Periode in Edo, dem heutigen Tôkyô geboren. Der Name seiner leiblichen Eltern ist nicht überliefert, jedoch wurde er mit drei Jahren von Nakajima Ise adoptiert, der ein Spiegelmacher am Hofe des Shôgun war. Der bürgerliche Name von Hokusai lautet Nakajima Tokitaro. Adoptionen dieser Art waren im Japan der damaligen Zeit nichts ungewöhnliches. Fehlte einer wohlhabenden Familie der Erbe, so suchte man in ärmeren Familien nach einem solchen und adoptierte den Jungen. So war der Fortbestand der Familie gesichert.

Hokusai erlernte den Beruf des Holzblockschnitzers bereits mit 15 Jahren. Diese Holzblöcke wurden zur Herstellung von Holzschnitten benötigt. Dieses Handwerk erfordert Präzision und viel Geduld. Mit 18 Jahren konnte er eine Anstellung in der Ukiyo- e Kunstwerkstatt des Meisters Katsukawa Shunshô erhalten. Diese Schule vertrat die Katsukawa- Richtung in der Kunst des Holzschnitzens. Vom Anfang des 17. Jh. bis zum frühen 20. Jh. waren die Bilder aus der Welt der Erotik (The flowting world) sehr beliebt. Sie stellten die vergängliche Schönheit der Kurtisanen in verschiedensten Szenen von Porträts oder Liebesszenen dar. Berühmte Kabuki-Schauspieler in typischen Posen fanden ebenso Eingang in die Welt der Holzschnittdarstellungen. 1779 erschienen die ersten Porträts von Schauspielern, die sich durch besonders individuelle Gesichtszüge der Darsteller auszeichneten und sie somit unsterblich machten. Diese Holzschnitte entstanden unter seinem Künstlernamen Katsukawa Shunrô. Meister Yusen, ein Vertreter der Kanô- Schule erteilte Hokusai ebenfalls Unterricht. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich Hokusai mit westlicher Malerei und setzte sich mit den zu dieser Zeit typischen Stilrichtungen auseinander. Nach dem Tod seines Meisters Shunshôs verließ 1793 Hokusai die Holzschnittwerkstatt.

Er reiste durch Japan und machte sich mit verschiedensten Stilrichtungen der japanischen Malerei bekannt. Dabei wechselte er entsprechend der neuen Schule auch häufig seinen Künstlernamen. Dies kennen wir bereits von dem Künstler Hiroschige. Innerhalb seines fast neunzigjährigen Lebens wechselte Hokusai insgesamt 30 Mal seinen Künstlernamen. Der ihn am meisten charakterisierende Name war wohl Gayojin, der übersetzt verrückt aufs Malen bedeutet. Auch seinen Wohnort wechselte Hokusai sehr oft. Er malte nicht nur sondern verfasste auch Geschichten, die durch ihn reichlich illustiert wurden und zu großer Beliebtheit gelangten. Unter seinen Werken sind einige, die wir heute vielleicht als Manga (seine Schaffenszeit von 1814 - 1815) bezeichnen würden.

Bildergebnis für Hokusai   Bildergebnis für Hokusai  Bildergebnis für Hokusai

Im Jahr 1793 starb Hokusais erst Frau, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hatte. 1997 ging er erneut eine Ehe ein. 1812 starb sein ältester Sohn, was Hokusai dazu veranlasste, den Sohn seiner ältesten Tochter zu adoptieren. Die Ehen der beiden Töchter wurden beide geschieden, so dass sie zurück in den Haushalt des Vaters kehrten. 1828 starb auch die zweite Ehefrau von Hokusai. Durch die vielen privaten Rückschläge im Leben von Hokusai nahm er erst im Jahr 1798 eigene Schüler an. Er unterrichtete sie in Zeichenkunst und Holzschnitt. Ab diesem Zeitpunkt unterzeichnete er seine Werke mit dem Namen Katsushika Hokusai, den er bis zu seinem Tode im Jahr 1849 beibehielt.

Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich in Japan extrem, so dass Hokusai auf Auftragsarbeiten von wohlhabenden Kunden angewiesen war. Zeitweise lebte er in größter Armut. Aber selbst als er durch seine eigenen Arbeiten Geld verdienen konnte, bevorzugte er ein einfaches und bescheidenes Leben.

Bildergebnis für Hokusai

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Seine Werke zeichnen sich durch eine für den westlichen Stil typische Raumtiefe aus. Die Arbeiten der letzten Jahre weisen strahlende Farben auf. Mit eines der bekanntesten Werke von ihm sind die 36 Ansichten des Berges Fuji, die in der Zeit 1829 bis 1833 entstanden. Aus verschiedensten Perspektiven und von unterschiedlichsten Orten ist der für Japaner heilige Berg Fuji zu sehen. Meist ist der Berg jedoch nur im Hintergrund zu sehen. Hokusai führte die Landschaftsmalerei in die Ukiyo-e- Welt ein.

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Hokusei war sein gesamten Leben damit beschäftigt, sein Können weiter zu entwickeln. Auf seinem Totenbett verabschiedete er sich mit den Worten: "Hätte der Himmel mir weitere fünf Jahre geschenkt, wäre ich ein großer Maler geworden."

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